Der Melaten-Friedhof in Köln

Grabstein: Trauernde Frau Köln Melaten
Der Melaten-Friedhof in Köln ist mit seinem parkähnlichen Charakter ein Ort der Entspannung, aber auch der außergewöhnlichen Entdeckungen.

Mitten in NRW liegt ein ganz besonderes, kostenfrei zugängliches Ausflugsziel: Der Kölner Melaten-Friedhof. Er zählt mit über 55.000 Gräbern nicht nur zu den größten, sondern auch zu den prunkvollsten Begräbnisstätten des Landes. Ein Spaziergang durch die parkähnliche Anlage ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Hier lassen sich wunderschöne Statuen und die Gräber von prominenten Persönlichkeiten bestaunen.

Kein Wunder, dass dieser Friedhof nicht nur für Kölner ein beliebter Erholungsort ist. Denn auch heute noch kommen hier Menschen zur Ruhe. Nicht nur die Toten, sondern auch die Lebenden. Bei einem Spaziergang über einen Teil der riesigen Anlage kann man wunderbar über den Tod und das Leben nachsinnen oder auf einer Bank Platz nehmen und dem Treiben der Vögel und Eichhörnchen zuschauen.

Bild von einem Eichhörnchen auf einem Grabstein.
Häufiger Besucher: Eichhörnchen auf dem Melaten-Friedhof in Köln.

Sein Name geht zurück auf die Zeit der französischen Besatzung, als an der Stelle einer ehemaligen Pflegeeinrichtung, damals noch außerhalb der Kölner Stadtmauern, im Jahr 1810 der Friedhof entstand. Aus „Malade“, dem französischen Wort für „krank“ wurde im Laufe der Zeit „Melaten“. Das älteste Grab stammt aus dem Jahr 1811. Von der Krankenstation ist heute nichts mehr übrig, dafür strahlt der Friedhof, der mit seinen vielen mächtigen Bäumen und einer Vielzahl an tierischen Bewohnern eher an einen Park als an einen stillen Friedhof erinnert, umso prächtiger. Prunkvolle Grabsteine und kunstvolle Statuen gemahnen an vielen Ecken eher an ein Freilichtmuseum als an eine Weihestätte.

Letzte ruhestätte für Reiche und Prominente

Ob Klassizismus, Neobarock oder Neorenaissance: Auf der denkmalgeschützten Anlage finden Kunstliebhaber alle Kunstepochen von etwa 1800 bis heute vereint. Klar, dass solche Kunst kostet: Die Mittelallee wird von Kölnern auch „Millionenallee“ genannt, weil hier so viele reiche Menschen beerdigt wurden. Anschauen kann man sie sich allerdings umsonst – in dieser Hinsicht unterscheidet sich Melaten nicht von anderen Friedhöfen.

Es gibt auch verschiedene Führungen über den Friedhof. Eigentlich bieten alle größeren Stadttour-Agenturen Führungen an, zum Beispiel diese hier oder hier oder hier.

Wer sich hingegen alleine auf die Suche nach prominenten Gräbern macht, kann mit Hilfe der Übersichten an den Eingängen unter anderem die letzte Ruhestätte von Willi Millowitsch, Dirk Bach, Guido Westerwelle oder Konsalik hier finden.

Aber warum eigentlich? Die Erhabenheit der großen, majestätischen Statuen auf sich wirken zu lassen, das ist einfach viel schöner.

Hin kommt am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit den Linien 1 und 7 (Haltestelle: Melaten) gelangt man direkt zum Friedhof.

 

Mehr Infos zum Kölner Melaten-Friedhof gibt es unter anderem bei Wikipedia.

Und hier gibt es die NRW-Alternativ-Bildergalerie zum Melaten-Friedhof: