Gelesen - Romane

Christine Brand: Blind

Cover des Buches Christine Brand: Blind. Erschienen bei Blanvalet 2019.
Christine Brand: Blind. Blanvalet 2019

Nathaniel ist seit einer Familientragödie, bei der er sein Augenlicht verlor, blind und einsam. Um ein farblich passendes Hemd auszuwählen, lässt er sich von der App „Be my Eyes“ mit einem per Zufallsgenerator ausgewählten sehenden Menschen verbinden, der diese Aufgabe für ihn übernehmen soll. Die beiden Gesprächspartner wechseln am Telefon einige freundliche Worte, Nathaniel erfährt, dass sein Gegenüber Carole heißt – und dann ertönt plötzlich ein markerschütternder Schrei. Er hört noch einen dumpfen Aufprall, dann ist die Leitung tot.

Nathaniel ist sich sicher: Carole ist etwas zugestoßen! Aber niemand glaubt ihm ...

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Simone St. James: Die schwarze Frau

Cover des Buches: Simone St. James: Die schwarze Frau. Goldmann März 2019
Simone St. James: Die schwarze Frau. Goldmann März 2019

Eine schaurige Geschichte, die sich durch die Zeit zieht. Ein geheimnisvolles Internat. Eine junge, ambitionierte Journalistin auf der Suche nach einer Herausforderung. Jeder Schritt kann der letzte sein ...

Es heißt immer, große Verlage würden nur eindeutige Genreliteratur verlegen. Hier ist der Gegenbeweis: „Die Frau in Schwarz“ ist Geistergeschichte, Entwicklungsroman, Thriller und Familiendrama in einem. Trotz der vielen angeschnittenen Themen ist das Werk leicht zu lesen, nachvollziehbar und spannend bis zur letzten Seite.

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Oscar de Muriel: Die Todesfee der Grindlay Street

Hier sieht man das Cover von: Oscar de Muriel: Die Todesfee der Grindlay Street.
Oscar de Muriel: Die Todesfee der Grindlay Street. Goldmann 2018.

Nach den erfolgreichen Vorgängerbänden  "Die Schatten von Edinburgh" und "Der Fluch von Pendle Hill" ist "Die Todesfee der Grindlay Street" der dritte Fall für das ungleiche viktorianische Ermittlerduo Frey und McGray, das Ende des 19. Jahrhunderts in Edinburgh ermittelt. Witzig, skurril und mysteriös sei der Band, so hieß es vorab. Leider trifft all das höchstens teilweise zu.

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Hank Green: Ein wirklich erstaunliches Ding

Cover von Hank Green: Ein wirklich erstaunliches Ding. bold 2018
Hank Green: Ein wirklich erstaunliches Ding. bold 2018

Hank Green, amerikanischer Youtube-Star und Bruder des Autors John Green, hat ein Buch geschrieben. Wenig überraschend handelt es vom Berühmtwerden in sozialen Netzwerken. Aber nein, es ist kein Sachbuch!

„Ein wirklich erstaunliches Ding“ erzählt die Geschichte der 23-jährigen April, die sich selbst für völlig durchscnittlich hält und eines nachts in New York auf ein originelles Kunstwerk stößt. Schnell ruft sie ihren Kumpel an, der einen semi-erfolgreichen Youtube-Channel betreibt, und sie drehen zusammen ein kleines Video über das „wirklich erstaunliche Ding“.

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Jardine Libaire: Uns gehört die Nacht

Cover des Buches von Jardine Libaire: Uns gehört die Nacht.  Diogenes 2018
Jardine Libaire: Uns gehört die Nacht. Diogenes 2018

1986, dem Jahr, in dem die Handlung von "Uns gehört die Nacht" einsetzt, war ich vier Jahre alt. Meine Erinnerungen an die Zeit sind verschwommen, es gibt Farben und Formen und Sprachfetzen, aber kaum etwas Wirkliches.

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Miriam Schäfer: Das Fehlen des Flüsterns im Wind

Cover von Miriam Schäfers Buch "Das Fehlen des Flüsterns im Wind"
Miriam Schäfer: Das Fehlen des Flüsterns im Wind und andere Geschichten aus dem Halbdunkel. Acabus Verlag 2018.

Eine phantastische Kurzgeschichtensammlung mit einem bezaubernden Cover - das sieht interessant aus. Schon nach der ersten Geschichte wird klar: Das sieht nicht nur gut aus, dieses Werk liest sich auch gut. Also einfach hinein in den halbdunklen Kosmos von Miriam Schäfer und sich verzaubern lassen ...

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Katja Angenent: Die alte Freundin Dunkelheit

NRW-Alternativ-Gründerin auf abseitigen Pfaden: Katja Angenent veröffentlicht ihren ersten Band mit Kurzgeschichten. In den schaurig-schönen Texten rund um "Die alte Freundin Dunkelheit" ist der Name Programm. Das Buch erscheint im Juni bei der Edition Subkultur, Berlin, als Softcover und E-Book.

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John Grisham: Das Original

"Das Original" von John Grisham ist zwar schon seit dem letzten Herbst im Handel, aber seine sonnige Handlung auf einer Sommerinsel macht es zur perfekten Lektüre für die beginnende Outdoor-Saison. John Grisham ist eigentlich Autor bekannter Gerichtsthriller. Einige seiner Werke wurden sogar als Filme zu Blockbustern. Sein aktuelles Werk befasst sich allerdings mit einem gänzlich anderem Sujet: Es geht um Bücher und die Liebe zu ihnen, um das Schreiben und die literarische Welt.

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Tom Hillenbrand: Hologrammatica

Tom Hillenbrand; Hologrammatica. Thriller bei Kiepenheuer und Witsch 2018.
Tom Hillenbrand; Hologrammatica. Thriller bei Kiepenheuer und Witsch 2018.

In diesem Schmöker trifft William Gibson auf Jerry Cotton. In einer weit (oder, wie uns manchmal klar wird, vermutlich doch nicht mehr so weit) entfernten Zukunft lebt ein Privatschnüffler, entschuldigung, hier heißt das Quästor, namens Galahad Singh in London. Er betrachtet die Menschen um sich herum mit ausgesuchter Ironie. Eines Abends, als er gerade mitten in seinen geliebten Übungen am Saxophon ist, geht seine Türklingel, und eine Klientin steht vor der Tür...

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Jenny Wood: Der Hain hinter dem Herrenhaus

Cover von: Jenny Wood: Der Hain hinter dem Herrenhaus . Eine Novelle der Gaslichtromantik. Art-Skript-Phantastik 2018.
Jenny Wood: Der Hain hinter dem Herrenhaus . Eine Novelle der Gaslichtromantik. Art-Skript-Phantastik 2018.

Der sympatische Taugenichts Konstantin Balthasar von Heerstein lebt in einem alternativen 19. Jahrhundert in einer bescheidenen Pension. Eigentlich ist er wohlhabend, doch von den Eltern verstoßen, da er sein Geld lieber an Spieltischen, für Frauen und Kunst ausgibt, anstatt es zu sparen. Chronisch pleite und doch stets gut gelaunt bestreitet er mehr schlecht als recht sein Leben. Eines Tages geschieht ein Wunder, das in Gestalt eines gutmütigen Anwalts in sein jämmerliches Dasein tritt ...

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Jesper Stein: Aisha

Cover des Buches "Aisha" von Jesper Stein, das die Rezension des Buches begleitet.
Jesper Stein: Aisha. Thriller. Kiepenheuer und Witsch 2018.

Darf man ein kleines Opfer in Kauf nehmen, um ein großes zu verhindern? Diese Frage begleitet die Menschen seit der Antike, und bis heute gibt es darauf wohl keine befriedigende Antwort. Das alte moralische Dilemma ist auch der Schlüssel zu einer Mordserie, die Axel Steen, Kommissar der Kopenhagener Polizei, im vierten Band der Krimireihe aufzuklären versucht - was die Leser, natürlich, erst am Ende der Geschichte erfahren. Bis dahin werden sie allerdings äußerst gut unterhalten. "Aisha" ist spannend, glaubwürdig und atmosphärisch - und damit genau richtig für gemütliche Lesestunden auf dem Sofa.

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Absinth - Geschichten im Rausch der Grünen Fee

Cover des Buches "Absinth" grün Alkohol
Absinth - Geschichten im Rausch der Grünen Fee: Die Antholigie aus dem Art-Skript-Phantastik-Verlag versammelt zwölf Kurzgeschichten zwischen Rausch und Realität

Vincent Van Gogh tat es, Oscar Wilde tat es, Aleister Crowley und Charles Baudelaire ebenfalls: Sie alle tranken Absinth. Der wermuthaltige Schnaps war um die vorletzte Jahrhundertwende vor allem bei Künstlern und Literaten sehr beliebt, bevor er wegen angeblicher Nebenwirkungen vom Markt verschwand. Dem mysteriösen Getränk, das wegen seiner Farbe auch "grüne Fee" genannt wird, hat der Art-Skript-Phantastik-Verlag eine phantastische Anthologie gewidmet, die ein berauschendes Lesevergnügen verspricht.

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Michaela Abresch: Kalt ruht die Nacht

Im Dreiländereck zwischen Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gelegen, bietet der Westerwald auch heute noch abgelegene Dörfer und Bauernkaten zwischen Hügeln und Tälern, Bergen und Flüssen, Seen und den namensgebenden Waldgebieten. Eine malerische und eher ruhige Gegend, die wie geschaffen ist für Märchen und Legenden. Michaela Abresch hat mit ihrem neuesten Werk dem bestehenden lokalen Sagenschatz einige kriminell gute Geschichten hinzugefügt.

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Oistein Borge: Kreuzschnitt

Cover des Buches "Kreuzschnitt" von Oistein Borge Rezension (Droemer)
Oistein Borge: Kreuzschnitt (Droemer)

Wer skandinavische Krimis mag, kann mit "Kreuzschnitt" nichts falsch machen. Eine klare Sprache, ein tragischer Ermittler und ein lang  gehütetes Geheimnis ergeben in dieser Neuerscheinung, der Erstling des ehemaligen norwegischen Werbetexters Borge, die Zutaten für einen echten Pageturner.

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Arturo Pérez-Reverte: Der Preis, den man zahlt

Buchcover von "Der Preis, den man zahlt" von Arturo Pérez-Reverte
Arturo Pérez-Reverte: Der Preis, den man zahlt (Insel-Verlag 2017)

Ein Roman in bester Film-Noir-Tradition: In den Wirren des spanischen Bürgerkrieges versucht ein Agent namens Lorenzo Falcó 1936, seinem Job nachzugehen: Er erfüllt Aufträge für seinen Chef, ganz gleich, was dieser von ihm verlangt. Er tötet und spioniert mal für diese, mal für jene Partei. Falcó ist gut, einer der Besten. Sein Leben ist eine endlose Aneinanderreihung von Hochspannungsmomenten, die er sehr genießt. Der Agent ist süchtig nach diesen Kicks, leidet aber gleichzeitig unter Kopfschmerzattacken, raucht Kette und trinkt. Zum Spannungsabbau geht er in alter James-Bond-Tradition mit jeder Frau ins Bett, die nicht schnell genug nein sagt.

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David Morrell: Der Opiummörder

Buchvover von David Morrell: Der Opiummörder. Knaur Verlag
David Morrell: Der Opiummörder. Knaur Verlag

Und noch ein spannender Schmöker – (nicht nur) für die Ferienzeit: Im London des Jahres 1854 versetzt ein offenbar sinnlos brutaler Mörder die ganze Stadt in Angst. Nachts traut sich niemand mehr auf die Straßen, Verdächtige werden von wütenden Mobs gelyncht. Die Stadt brodelt vor Gerüchten; wer die Mittel hat, flüchtet sich aufs Land. Detective Shawn Ryan und sein Assistent Becker arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung der Verbrechen, doch sie haben keine richtige Spur.

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Marie Hermanson: Himmelstal

Buchtitel und Colver von Marie Hermanson, Himmelstal
Marie Hermanson: Himmelstal

Achtung, Urlaubsschmöker: Ein spannender Thriller voll nordischer Kälte und alpiner Schönheit will mit ins Reisegepäck! Der Inhalt dieses Thrillers hält, was das Cover verspricht: Hier kontrastiert hinterwäldlerische Bergidylle mit Psycho-Horror. Heraus kommt eine so noch nicht gekannte, verführerische Melange, die von einer kenntnisreichen Autorin genussvoll ausgebreitet wird: Himmelstal, ein fiktiver Ort irgendwo in den Schweizer Alpen, scheint dem erholungssuchenden Daniel zunächst das Paradies auf Erden. In einer dortigen Luxusklinik erholt sich sein Zwillingsbruder Max von seinen psychischen Leiden. Als Daniel Max besucht und die beiden unterschiedlichen Brüder nach Jahren der Trennung wieder zueinander finden, geht für ihn ein langgehegter Wunsch in Erfüllung - glaubt er zumindest ...

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Das Teufelsloch

Cover von Antonia Hodgson: Das Teufelsloch (Knaur Verlag) Rezension
Antonia Hodgson: Das Teufelsloch (Knaur Verlag)

Ein historischer Schmöker, genau recherchiert und packend wie ein Abenteuerfilm: Der ist Antonia Hodgson mit ihrem Erstling "Das Teufelsloch" gelungen. Gleichwohl das Buch bereits im Jahr 2014 ins Deutsche übersetzt worden ist, hat er nichts von seiner Faszination verloren. Das Gute daran: Mittlerweile gibt es sogar einen passenden Nachfolger, und für den Herbst kündigt der Knaur-Verlag einen dritten Band an. Wer in den Schmöker hineinlesen möchte, kann sich am Ende unserer Rezi eine Leseprobe herunterladen.

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Nina C. Hasse: "Ersticktes Matt"

Nina C. Hasse: Ersticktes Matt. Ein Steampunk-Krimi aus den Floodlands
Nina C. Hasse: Ersticktes Matt. Ein Steampunk-Krimi aus den Floodlands.

Ein "Ersticktes Matt" ist eine Spielsituation im Schach, bei der sich der König so von seinem eigenen Hofstaat umzingelt sieht, dass er sich nur noch geschlagen geben kann. Das ist nicht nur für Kenner des Schachspiels eine interessante Konstellation, sondern auch ein gelungenes Bild für gesellschaftliche Zustände. 

Mit dieser Doppeldeutung spielt die Münsteraner Autorin Nina C. Hasse in ihrem ersten und bereits vielfach hochgelobten Steampunk-Krimi, der seit letztem Sommer via Amazon als Taschenbuch und digitale Ausgabe erhältlich ist.

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Zoran Drvenkar: „Du“

Zoran Drvenkar: "Du" Buchcover
"Du" bist ein Massenmörder - tatsächlich?

Wir begegneten uns in der Stadtbücherei. Seine Gestaltung fiel mir direkt ins Auge: Ein schwarzer, schlichter Einband, darauf ein Typ, der mich nicht einmal anschaute, aber zwei Buchstaben leuchteten mir entgegen: „Du“. Ich? Verwirrt schaute ich mich um, aber weder rechts noch links von mir befand sich jemand. Ich ahnte es: Ein besonderes Buch, auch wenn es nicht mehr druckfrisch war. Sein Inhalt sollte sich als absurde Mischung aus Ideen von David Lynch und Quentin Tarantino entpuppen.

 

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