Zinkfabrik Altenberg in Oberhausen

Blick in das Foyer der Dauerausstellung "Schwerindustrie" in der Zinkfabrik Altenberg.
Alter Stahl trifft moderne Technik: Blick in das Foyer der Dauerausstellung "Schwerindustrie" in der Zinkfabrik Altenberg. © LVR-Industriemuseum

Nimmt man im Oberhausener Hauptbahnhof den rückseitigen Ausgang, gelangt man zu einem Parkplatz. Dahinter kreuzt man an der Fußgängerampel die schmale Hansastraße – und ist schon mittendrin, in höchst (er-)lebenswerter Ruhrgebietsgeschichte.

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Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen (AFM)

Zwei Frauen in Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen
Frühmittelalter-Darstellerinnen im AFM (Herbst 2016)

Im Sommer ins Museum? Aber sicher doch – wenn es das richtige ist! Das Freilichtmuseum Oerlinghausen (südostlich von Bielefeld im Teutoburger Wald gelegen) bietet Naturerlebnis und Geschichtsvermittlung zum Anfassen. Hier geht es um die Ur- und Frühgeschichte, das heißt die Zeit bis ca. 1.000 n. Chr (bis zum Hochmittelalter). Über zehn verschiedene Hütten und Behausungen zeigen von der Jungsteinzeit bis zum Frühmittelalter sehr anschaulich, wie sich menschliches Wohnen und Arbeiten mit der Zeit verändert hat.

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Wunder der Natur

Das Gsometer in Oberhausen bei Sonnenuntergang
Das Gasometer in Oberhausen - Industriedenkmal und Ausstellungsort (Foto: Thomas Machoczek)

Eine Naturausstellung im Industriedenkmal - kann das harmonieren? Das kann - und zwar äußerst erfolgreich. "Wunder der Natur" hält, was der Titel verspricht, erstaunt, begeistert, bewegt. Das berühmte Gasometer in Oberhausen ist für die großformatigen Bilder und die Illusion einer Erde, aus dem Weltall gesehen, genau der richtige Ort.

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2017: Für fünf Euro ein Jahr lang in alle Dortmunder Museen

Ein neues Preismodell für alle städtischen Museen in Dortmund macht Lust auf Museumsbesuche: Einmal fünf Euro zahlen, danach ein Jahr lang freien Eintritt in die Dauerausstellungen sämtlicher städtischer Museen haben. Das klingt auch für Museumsmuffel attraktiv und macht Kulturgeschichte zudem für die erlebbar, die nicht viel Geld übrig haben.

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Das war die Soester Fehde 2017

Historisch belegt: Bogenschützin auf der Soester Stadtmauer
Soester Fehde 2017: Auch Frauen standen bereit, um die Stadt gegen das Kölner Heer zu verteidigen.

"Eine Stadt" (er)lebt das Mittelalter" - so lautet der Slogan der dreitägigen Veranstaltung im westfälischen Soest. Alle zwei Jahre treffen sich hier internationale Reenacter und interessierte Soester Bürger, um die historischen Ereignisse rund um die Soester Fehde Mitte des 15. Jahrhunderts nachzustellen - in historischer Gewandung, inklusive Musik und Tanz, Kampfgetümmel, Erstürmung der Stadtmauern und Kanonendonner. Aus dem historischen Ereignis ist ein tolles Erlebnis für die ganze Familie geworden.

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Stolz und Vorurteil und Zombies

Stolz und Vorurteil und Zombies Filmplakat
Stolz und Vorurteil und Zombies: Klassiker und Horrorfilm in einem. Filmplakat: ©SquareOne/Universum

In Großbritannien gehört der Klassiker „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen zur Schullektüre. Entsprechend oft ist die Geschichte von zwischenmenschlichen Irrungen und Wirrungen aus dem Jahr 1813 bereits verfilmt worden. Die neueste Version, die ab dem 28. Oktober bei uns auf DVD und Blu-ray erhältlich ist, unterscheidet sich jedoch erheblich von allen anderen. Wenn in dem klassischen Liebes- und Gesellschaftsdrama plötzlich untote Horden auftauchen, bedeutet das eine ganze Menge - und macht Lust auf Mehr.

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5 Zimmer, Küche, Sarg

Diese Mockumentary vom unheimlich geheimem Zusammenleben der Vampire gibt es zwar schon eine Weile auf DVD, aber noch immer haben sie viel zu wenig Menschen gesehen. Denn dieser Film rund um das geheimnisvolle (Un-)leben in einer Vampir-WG wird wirklich nur den Vampiren nicht gefallen - alle anderen werden sich beim Zuschauen prächtig amüsieren.

 

In „5 Zimmer, Küche, Sarg“ erhält ein Filmteam erstmals Einblicke in den Alltag von vier verschiedenen Vampiren.  Die unsterblichen Junggesellen leben so, wie man es auf den zweiten Blick auch wirklich von Vampiren erwarten würde: chaotisch, heimlich, hedonistisch und leider nicht sehr erfolgreich.

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Gelesen

Kleine Westfälische Fotografiegeschichte

Es ist der Hund rechts im Bild, der unweigerlich die Aufmerksamkeit auf sich zieht – denn er trägt Kopfhörer auf den Ohren. Seine Augen scheinen halb geschlossen, der Blick in die Ferne gerichtet. Neben ihm ein Junge in altmodischer Kleidung,der auf einem altertümlichen Stuhl sitzt, auch er mit Kopfhörern. Die schwarz-weiß-Fotografie „Der radiohörende Hund“ ist nicht ohne Grund das Titelbild der „Kleinen Westfälischen Fotografiegeschichte“ von Alfons Eggert und Stephan Sagurna geworden. Der Bildband, der jüngst im münsterschen Ardey-Verlag erschienen ist, beschäftigt sich mit der Geschichte der Fotografie aus einer ungewohnten Perspektive, nämlich der westfälischen.

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Die Entdeckung des Glücks

Cover des Buches "Die Entdeckung des Glücks"
Isabell Prophet: Die Entdeckung des Glücks (Mosaik Verlag)

„Dein Leben fängt nicht erst nach der Arbeit an“ behauptet der runde Sticker auf dem Cover. Der Einband ist halb mit einer braungoldenem, rauen Schicht bedeckt, aus der der Titel nur zögerlich hervorzukommen scheint – wie bei einem Rubbellos, bei dem man noch nicht die ganze Fläche freigelegt hat. Isabell Prophet, die auch nicht immer ganz glücklich ist mit ihrem Job als freie Journalistin, wie sie im Text durchblicken lässt, nimmt uns darin mit auf eine Reise zum Glück – oder ins Glück?

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Oistein Borge: Kreuzschnitt

Cover des Buches "Kreuzschnitt" von Oistein Borge Rezension (Droemer)
Oistein Borge: Kreuzschnitt (Droemer)

Wer skandinavische Krimis mag, kann mit "Kreuzschnitt" nichts falsch machen. Eine klare Sprache, ein tragischer Ermittler und ein lang  gehütetes Geheimnis ergeben in dieser Neuerscheinung, der Erstling des ehemaligen norwegischen Werbetexters Borge, die Zutaten für einen echten Pageturner.

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Arturo Pérez-Reverte: Der Preis, den man zahlt

Buchcover von "Der Preis, den man zahlt" von Arturo Pérez-Reverte
Arturo Pérez-Reverte: Der Preis, den man zahlt (Insel-Verlag 2017)

Ein Roman in bester Film-Noir-Tradition: In den Wirren des spanischen Bürgerkrieges versucht ein Agent namens Lorenzo Falcó 1936, seinem Job nachzugehen: Er erfüllt Aufträge für seinen Chef, ganz gleich, was dieser von ihm verlangt. Er tötet und spioniert mal für diese, mal für jene Partei. Falcó ist gut, einer der Besten. Sein Leben ist eine endlose Aneinanderreihung von Hochspannungsmomenten, die er sehr genießt. Der Agent ist süchtig nach diesen Kicks, leidet aber gleichzeitig unter Kopfschmerzattacken, raucht Kette und trinkt. Zum Spannungsabbau geht er in alter James-Bond-Tradition mit jeder Frau ins Bett, die nicht schnell genug nein sagt.

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Das Pfingstgeflüster 2017 ist erschienen!

Pfingstgeflüster 2017 Cover
Das Pfingstgeflüster 2017 ist erschienen und blickt auf das 25. WGT zurück.

Mittlerweile zum 12. Mal hat Marcus Rietsch mit seinem Team das "Pfingstgeflüster" herausgebracht. Der gedruckte Rückblick zum diesjährigen, 26. Wave-Gotik-Treffen in Leipzig ist ein visueller Augenschmaus, der das schwarze Festival von der Szene für die Szene Revue passieren lässt.

 

 

 

 

 
 
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Gehört

Covenant "The Blinding Dark"

Zurückhaltende Muster vor düsterem Grün, Bäume recken ihre nackten Zweige in einen dunklen Himmel: Das schlichte Artwork der neuen Covenant-Scheibe macht neugierig auf die Songs. Die Musik der Schweden hatte sich bereits auf den letzten Alben stark von den Anfängen in den 90er Jahren unterschieden. Zuletzt hatten die Elektro-Musiker mehrfach gezeigt, dass sie eher Soundtüftler, Philosophen und aktive Trendsetter ihres Genres sind als Produzenten von tanztauglichen Beats.

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Omnia „Prayer“

Omnia Prayer Rezension Pagan Folk
Das Cover von "Prayer" verdeutlicht die Verspieltheit der neuen Omnia-Scheibe

Die fünf umtriebigen Folkmusiker aus den Niederlanden können mittlerweile auf zwanzig Jahre Künstlerdasein zurückblicken und haben ihre gesammelte Erfahrung in ihr elftes Album einfließen lassen. Dabei gelingt der Band das Kunststück, ihrem ureigenen Stil treu zu bleiben und gleichzeitig vielstimmige neue Klangräume zu betreten. Das Ergebnis ist ein gelungenes und absolutes hörenswertes Stück Musikgeschichte in bester folkiger Erzähltradition.

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November Növelet: „The World in Devotion“

November Növelet "The World in Devotion"
Musik kann unheimlich poppig sein - und Pop sehr unheimlich

Wem dieser Winter noch nicht kalt genug war, der sollte einfach mal in diese Platte reinhören. Passenderweise ist sie seit dem letzten November im Handel. November Növelet (NN), ihres Zeichens Nebenprojekt von Haus Arafna, machen das, was man landläufig Angstpop nennt. Der Ausdruck trifft den Ton der Veröffentlichung zwar irgendwie, aber für Pop ist das neuste Werk – gleichwohl es nach „From Heaven on Earth“ und „Magic“ sicherlich das eingängigste überhaupt ist – dann doch viel zu unheimlich.

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Kyoll: "Radio:Aktiv"

CD-Cover Kyoll Radio:Aktiv Rezension

Wer die Veröffentlichungen im Alternativsektor der letzten Jahre verfolgt hat, könnte meinen, die Gothicszene sei recht tot. Das ist nicht nur ein dummes Wortspiel, sondern ernst gemeint: Die immer gleichen Bands veröffentlichen seit Jahren mehr oder weniger die gleichen Töne. Daran ist auch per se nichts auszusetzen – warum sollte, was vor 20 Jahren gut war, nun schlecht sein? Aber die Szene entwickelt sich so nicht weiter. Innovationen finden einfach nicht mehr statt. Ein Blick in die Mittelalterszene zeigt ähnliche Tendenzen.

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