
Sorgen kennen wir alle. Das Leben gibt uns immer wieder Grund zur Sorge - um uns selbst, unsere Familie und Freunde. Aber wie viele Sorgen sind normal - und was passiert, wenn wir uns zu viele Sorgen machen?
Martin Wehrle ist bekannter Psychologe und geht diese Fragen dementsprechend an. Er präsentiert Selbsttests, zeigt Fallbeispiele, nennt Studien und Quellen für verschiedene Sorgen-Typen und nennt zahlreiche Strategien, Methoden und Gedankenexperimente, die uns helfen können, mit den eigenen Sorgen stressfreier umzugehen. Das Ganze schreibt er nett, unkompliziert und stressfrei. Freundlich zeigt er neue Möglichkeiten auf, mit Ereignissen und Schicksalsschlägen umzugehen - solche Möglichkeiten, die uns selbst in kritischen Momenten sicher nicht bewusst sind. Er lädt dazu ein, immer wieder bewusst inne zu halten und die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Im Buch nennt er das "Kleine Zwischen-Impulse", aber es gibt auch hilfreiche Kapitel-Zusammenfassungen und ein Stichwortverzeichnis. Bereits beim Durchblättern des umfangreichen Taschenbuches wird schnell klar, dass es hier nicht um das passive Konsumieren geht, sondern um aktives Tun und eigenes Handeln.

Am nächsten Wochenende findet von Freitag bis Sonntag erneut die "Spiel doch!"-Messe in den Dortmunder Westfalenhallen statt. Die Ruhrgebietsmesse ist seit sieben Jahren nicht nur Treffpunkt für Brettspielfans, sondern zugleich die Neuheitenschau des Frühjahrs. Sie ergänzt ihre große Schwester, die "Spiel" in der Messe Essen, die immer im Oktober stattfindet, damit auf sinnvolle Weise. Sich selbst benennt die Spiel doch! in ihrer jüngsten Pressemeldung als "entspannte Brett- und Kartenspielmesse", was vor allem am - im Gegensatz zu Essen - kleineren Format liegen dürfte. Ein Besuch lohnt sich dennoch - gerade in diesem Frühjahr.

Es gibt wohl kaum eine Vorlage, die so sehr nach einer Musicaladaption schreit wie der Kultfilm "Sister Act" aus dem Jahr 1992, damals mit Whoopi Goldberg in der Hauptrolle. Ihr erinnert euch - es geht um eine Sängerin namens Deloris, die vor Kriminellen flüchten muss und Unterschlupf in einem Kloster sucht. Dabei bringt sie den dortigen Kirchenchor so richtig in Schwung ... Der Film war ein Hit, das gleichnamige Musical greift den Humor und die gute Laune auf und lädt - anders als der Film - zum Mitklatschen ein.

Von Nordrhein-Westfalen aus ist der Weg nach Leipzig verhältnismäßig weit. Doch jedes Jahr im Frühling lockt nicht nur die wunderschöne, alte Stadt, sondern auch die Leipziger Buchmesse als große Publikumsveranstaltung. Lohnt sich der weite Weg - für Publikum, Lesefreudige, Fachmenschen und Ausstellende? NRW Alternativ war 2026 vor Ort, um neue Bücher und Verlage zu entdecken und berichtet von der Messe.

Ian Bray heißt eigentlich Arnold Küsters. Der Mönchengladbacher Journalist und Autor ist bekennender Cornwall-Fan und so ist es kein Wunder, dass er unter dem Pseudonym Bray nun schon die zweite Krimireihe im Vereinigten Königreich spielen lässt. Denn „Moornacht“ ist der Auftakt der sogenannten North-York-Moor-Reihe rund um das kleine Küstenstädtchen Whitby. Das übrigens existiert in Englands Norden tatsächlich, genauso wie das riesige namensgebende Moor. In der Gegend gibt es noch weitere Orte mit klingenden Namen wie Littlebeck oder Sandsend. Das klingt nach einem Landstrich, in dem liebenswerte Individualisten und grummelige Einsiedler leben – und genau das dachte sich auch wohl der Autor, als er das Team seiner imaginären Whitbyer Polizeiwache schuf:
Da gibt es zum einen Detective Chief Inspector George Bolton, der nur noch einige Jahre von seiner Pensionierung entfernt ist und darum vor allem keine Fehler machen möchte. Er ist ordnungsliebend und hält sich natürlich an sämtliche Vorschriften. Genauso ordnungsliebend, aber etwas jünger ist Detektive Sergeant Toby Waters.

Nur wenige Meter vom Hammer Bahnhof entfernt befindet sich das städtische Museum. Es heißt "Gustav-Lübcke-Museum", weil die heutige städtische Sammlung auf den Privatbesitz eines Mannes zurückgeht, der - genau - Gustav Lübcke hieß. Anfang der 90er Jahre ist das Museum in den eigens dafür errichteten Bau eingezogen, in dem es noch heute untergebracht ist. Auch die Sammlung befindet sich, wie in zahlreichen städtischen Museen, auf dem Stand der 90er Jahre.
Die junge Ich-Erzählerin Hazel kehrt während einer langen Dürre in die amerikanische Kleinstadt Mirror Lake zurück, in der sie einst aufwuchs, weil ihr Vater überraschend an einem Herzanfall gestorben ist. Der Anlass bietet nicht nur Grund zum Trauern, sondern auch ein Wiedersehen mit ihrer alten Flamme sowie mit ihren zwei Brüdern und Hazels ehemaliger besten Freundin, die mittlerweile mit einem der Brüder verheiratet ist.
Doch auch der Ort selbst hat sich verändert, und das liegt vor allem an der ungewöhnlich langen regenfreien Periode. Der Pegel des namensgebenden Sees ist so tief wie nie zuvor gesunken, und noch während der Trauerfeier wird ein eben entdecktes Autowrack aus dem See geborgen, ohne das klar ist, wer es dort versenkt haben könnte – oder warum. Das Ereignis bietet Anlass für Spekulationen und Gerüchte in diesem Ort, in dem sonst nur wenig geschieht. Eine weitere Überraschung hält das Testament des Vaters bereit: Ausgerechnet Hazel, die als einzige aus der Familie fortgezogen ist, soll das Haus am See erben.

Zwei Tage rund um Veranstaltungen, Feiern und Events: Die boe - best of event in Dortmund präsentierte am 14. und 15. Januar Trends und Themen.
Die Veranstaltungsbranche hat es seit der Coronakrise nicht leicht: Erst verschärfte Hygiene -, nun Sicherheitsauflagen. Dazu kommt die allgemeine Teuerung. Viele Events, gerade auf kommunaler Ebene, werden aus Budgetgründen abgesagt. Außerdem klagt die Branche zumindest teilweise über ausbleibende Besucher, und die allgegenwärtige Krisenberichterstattung trübt die Feierlaune.
Wie blicken Expert:innen auf diese Herausforderungen? Welche Lösungsideen gibt es? NRW Alternativ hat auf der boe international, der Dortmunder Messe für Veranstaltungen, nach Antworten gesucht.

Gehörst du auch zu denjenigen, die sich mit Beginn des neuen Jahres vorgenommen haben, dass ab sofort alles besser läuft? Doch egal ob Gewicht verlieren, gesünder essen, wieder Sport treiben oder mehr Bücher lesen - die meisten der guten Vorsätze scheitern bereits in den ersten zwei Wochen, wie die Forschung immer wieder berichtet. Hilfe verspricht der Dauer-Bestseller von James Clear "Die 1% Methode" der im Einklang mit der aktuellen Studienlage statt radikaler Veränderungen nur kleine, aber stetige Verbesserungen verspricht - und aufzeigt, warum und wie das die bessere Strategie ist. Für alle, die diesen Ratgeber lieben, aber dennoch nie so richtig ins Umsetzen gekommen sind, wie auch jene, die das Buch noch gar nicht kennen, hat James Clear nun ein passendes Workbook verfasst - und das hat es gleich in mehrfacher Hinsicht wirklich in sich.
Lust auf alternative Festivals, Messen, Conventions, Mittelaltermärkte und mehr? Der prallvolle NRW-Alternativ-Kalender für das aktuelle Jahr präsentiert Termine jenseits des Massengeschmacks in ganz Nordrhein-Westfalen von Januar bis Dezember. Ihr findet ihn oben im Menü: Einfach den letzten Punkt, Kalender 2026, anklicken. Viel Spaß beim Stöbern!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und wie immer ziehen auch wir von NRW Alternativ uns für einige Wochen zurück, um uns mit lieben Menschen zu treffen, uns zu erholen und zu entspannen. Wir hoffen, ihr da draußen macht dasselbe. Lasst es euch gut gehen, genießt die Ruhe und nehmt euch Zeit für euch und eure Bedürfnisse. Habt wunderbare Weihnachtstage und kommt gut ins neue Jahr hinüber!
Wir lesen uns frisch erholt im nächsten Jahr!

Privat organisierte Buchmessen gibt es seit einigen Jahren immer häufiger. Vor allem im dicht besiedelten Ruhrgebiet oder großen Städten wie Köln und Düsseldorf werden sie oft veranstaltet. Nun fand die erste Buchmesse in der Stadthalle in Münster-Hiltrup statt, organisiert vom jungen WReders-Verlag.
Welche Art von Literatur wurde dort angeboten? Für wen lohnte sich der Besuch? Wie war die Resonanz? NRW Alternativ hat sich vor Ort umgesehen - und spekuliert darüber, ob es auch im nächsten Jahr eine Neuauflage der Wortwelten-Buchmesse geben wird.
Noch vor Lesungsbeginn persönlich von der Autorin begrüßt werden - was nach einem VIP-Empfang klingt, scheint für Bettina Lausen ganz normal. Am vergangenen Mittwoch steht sie im 50er-Jahre-Kleid lächelnd am Saaleingang und begrüßt alle Interessierten, denen sie gleich auch noch den Abzug eines historischen Fotos schenkt. Der Abzug und das Kleid passen natürlich zu "Die Fotografin", dem Roman, den sie an diesem Abend auf Schloss Benrath in Düsseldorf vorstellen wird. Die nette Geste setzt den Ton für die folgenden anderthalb Stunden, in denen die Autorin im wunderschönen Schlossambiente nicht nur aus ihrem neuesten Werk liest, sondern vor allem ganz ungezwungen von ihrer schriftstellerischen Arbeit, ihren Recherchen und sowohl durchgeführten als auch gescheiterten Plänen erzählt.

Am ersten Oktoberwochenende ist in Sachen Mittelaltermärkte in Nordrhein-Westfalen immer noch gut was los, schließlich bringt der Feiertag am 3. Oktober oft noch einen zusätzlichen Markttag. Die kleine Gemeinde Lienen (Kreis Steinfurt, nördliches NRW) war in diesem Jahr seit langer Zeit mal wieder dabei. Den Markt rund um den Barfußpfad organisiert hatte Der Wildwechsel, und leider war das Wetter an zwei von drei Markttagen dem Namen entsprechend ziemlich wild.
NRW Alternativ war am Freitag, dem Feiertag, vor Ort, um sich die kleine mittelalterliche Veranstaltung einmal näher anzusehen. An dem Tag war der Himmel zwar bedeckt, aber es war trocken.

Anfang des Monats veröffentlichten die Paganfolker von Faun ihr mittlerweile 12. Studioalbum. Auf dem Album ist der Name Programm: Hex beschäftigt sich thematisch mit weisen Frauen, altem Wissen und den Kräften der Natur. Dabei geht es glücklicherweise nicht nur um die böse Hexe aus den Märchen, sondern kulturübergreifend um Aspekte von weiblicher Magie. Neben der Thematik macht auch das Albumcover Lust auf's Reinhören: Düster und unscharf sieht es aus und lässt zusammen mit dem kurzen Titel jede Menge Raum für eigene Assoziationen.