Gehört

Covenant "The Blinding Dark"

Zurückhaltende Muster vor düsterem Grün, Bäume recken ihre nackten Zweige in einen dunklen Himmel: Das schlichte Artwork der neuen Covenant-Scheibe macht neugierig auf die Songs. Die Musik der Schweden hatte sich bereits auf den letzten Alben stark von den Anfängen in den 90er Jahren unterschieden. Zuletzt hatten die Elektro-Musiker mehrfach gezeigt, dass sie eher Soundtüftler, Philosophen und aktive Trendsetter ihres Genres sind als Produzenten von tanztauglichen Beats.

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Omnia „Prayer“

Omnia Prayer Rezension Pagan Folk
Das Cover von "Prayer" verdeutlicht die Verspieltheit der neuen Omnia-Scheibe

Die fünf umtriebigen Folkmusiker aus den Niederlanden können mittlerweile auf zwanzig Jahre Künstlerdasein zurückblicken und haben ihre gesammelte Erfahrung in ihr elftes Album einfließen lassen. Dabei gelingt der Band das Kunststück, ihrem ureigenen Stil treu zu bleiben und gleichzeitig vielstimmige neue Klangräume zu betreten. Das Ergebnis ist ein gelungenes und absolutes hörenswertes Stück Musikgeschichte in bester folkiger Erzähltradition.

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November Növelet: „The World in Devotion“

November Növelet "The World in Devotion"
Musik kann unheimlich poppig sein - und Pop sehr unheimlich

Wem dieser Winter noch nicht kalt genug war, der sollte einfach mal in diese Platte reinhören. Passenderweise ist sie seit dem letzten November im Handel. November Növelet (NN), ihres Zeichens Nebenprojekt von Haus Arafna, machen das, was man landläufig Angstpop nennt. Der Ausdruck trifft den Ton der Veröffentlichung zwar irgendwie, aber für Pop ist das neuste Werk – gleichwohl es nach „From Heaven on Earth“ und „Magic“ sicherlich das eingängigste überhaupt ist – dann doch viel zu unheimlich.

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Kyoll: "Radio:Aktiv"

CD-Cover Kyoll Radio:Aktiv Rezension

Wer die Veröffentlichungen im Alternativsektor der letzten Jahre verfolgt hat, könnte meinen, die Gothicszene sei recht tot. Das ist nicht nur ein dummes Wortspiel, sondern ernst gemeint: Die immer gleichen Bands veröffentlichen seit Jahren mehr oder weniger die gleichen Töne. Daran ist auch per se nichts auszusetzen – warum sollte, was vor 20 Jahren gut war, nun schlecht sein? Aber die Szene entwickelt sich so nicht weiter. Innovationen finden einfach nicht mehr statt. Ein Blick in die Mittelalterszene zeigt ähnliche Tendenzen.

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